Am 24 Jänner fand unsere sechste Runde in der Kreisliga West statt: Wir empfingen die 2. Rieder Mannschaft bei uns im Clubheim.
In letzter Minute gab es bei uns noch eine Rochade auf den hinteren 3 Brettern, wodurch Frisch Willi und Johann Martin Farben tauschten.
Frisch Willi spielte somit auf Brett 5 mit Weiß gegen Anton Emprechtinger. Die beiden waren am schnellsten fertig - nachdem einige Figuren getauscht waren, einigten sie sich auf ein friedliches Remis.
Auf Brett 6 spielte für Ried Sensenberger Jannik gegen mich, William Freilinger. In der Eröffnung sah ich mich bereits einen Läufer vorne, doch der Schein trügte - anstatt mit 8.Da5 einen Läufer zu gewinnen, hätte ich eigentlich einen einen Bauern verlieren sollen (der weißfeldrige Läufer sieht auf den ersten Blick ungedeckt aus, ist er aber nicht!).

Doch mein Gegner ließ mir den Bauern und baute stattdessen seinen Entwicklungsvorsprung aus, sodass die Partie (zumindest materiell) ausgeglichen weiterging. Schließlich tauschten wir die meisten unserer Figuren ab, und blieben mit unterschiedlichfeldrigen Läufern, je einem Turm und Dame über. In den darauffolgenden Angriffsversuchen konnte ich meine Figuren schneller in die richtige Position bringen, und schließlich eine tödliche Dreifachdrohung gegen den weißen König aufstellen, wonach sich mein Gegner geschlagen geben musste.
Hier noch eine Rätselaufgabe aus der Partie, finde die beste Fortsetzung für Schwarz (Auflösung am Ende des Berichts).

Von Benedikt Kuran's Partie auf Brett 2 gegen Thomas Brachtl bekam ich leider nicht so viel mit - die beiden einigten sich jedoch schließlich auf ein Remis.
Hans Martin spielte auf Brett 4 gegen Josef Murauer. Nachdem die Türme und je 2 Leichtfiguren getauscht waren, wurde auch diese Partie friedlich beendet, die nachträgliche Analyse zeigte, dass auf einen Sieg weiterzuspielen sehr gefährlich gewesen wäre.
Vermutlich hätte bei Helmut Ellerböck's Partie gegen Josef Fischer auf Brett 3, welche ebenfalls Unentschieden endete, dasselbe gegolten, jedoch war Heli trotzdem unzufrieden: "Hätte ich nur den anderen Bauern bewegt!".
Die längste Partie dieses Wettkampfes fand auf Brett 1 statt: Rudolf Bittner gegen Martin Wagner. Im Mittelspiel hatte Rudi die viel aktivere Stellung, aber sein Gegner ging in die Gegenoffensive, wodurch sich Rudi auf einmal verteidigen musste. Rudi fand jedoch immer die richtigen Verteidigungszüge, und auf einmal endete die Partie quasi "aus dem Nichts heraus" - eine Springergabel entschied das Spiel zu seinen Gunsten.
Somit beendeten wir den Wettkampf mit 4 zu 2 Punkten, womit wir durchaus zufrieden sein können. Als nächstes geht es für uns in Runde 7 auswärts gegen Grieskirchen 3.
Auflösung zu obigem Rätsel:
1. .. Le4!! 2. Le1 Dxd4!! 3. dxe4 -+