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Nachruf

Für mich persönlich war er viel mehr als „nur“ ein Vereinskollege im Sauwald. Er war ein langjähriger Gefährte auf unterschiedlichen Wegen. Er war einer meiner ersten „Berührungspunkte“ mit der Schachwelt. Schon vor 17 Jahren war er mein Turnierleiter und Betreuer auf den Jugendmeisterschaften. Später habe ich mit ihm gemeinsam Turniere geleitet und betreut. Zudem war er mir stets eine wichtige Stütze und Hilfe als Kollege im Vorstand der Bayerischen Schachjugend. Er hatte seine eigene, unkonventionelle Art, die Turniere zu leiten. Und genau diese Art war das, was die Turniere so toll und ihn als Turnierleiter für immer einzigartig machte, eben „made by Gerhard Loderbauer“.

Gerhard hat in vielen Bereichen mitgewirkt. In den 40 Jahren seiner Mitgliedschaft beim Passauer Schachclub war er durchgehend einer der Eckpfeiler des Vereins. Eben einer, wo ein Teil fehlt, wenn er nicht mehr da ist. Organisatorisch und vor allem menschlich. Man kann gar nicht alles aufzählen, was er in seiner Schachkarriere bewirkt hat und wo er überall gewirkt hat.

Durch die rationale und zweckmäßige Sichtweise der Dinge leistete er mit seiner sachlichen Meinung stets einen konstruktiven, hilfreichen Beitrag in diversen Diskussionen.

Obwohl ich ihn leider schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen habe, hab ich noch heute seine Stimme und sein Lachen im Kopf.

Er hat sich eine stille Beerdigung gewünscht … typisch Gerhard: Selbst bei seiner Beerdigung wollte er kein Aufhebens um seine Person machen.

Und auch wenn es viel zu kurz war, denke ich, dass er das Leben gelebt hat, das er wollte.

Man kann es eben nicht anders sagen: Er war einfach ein feiner Kerl!