• Startseite 100  ohne Logo
Landesliga OÖ
Featured

Landesliga OÖ

Saisonstart in Steyregg.

Der Plan für die kommende Saison ist klar definiert. Wir wollen mit einer verjüngten Mannschaft zurück in die 2. Bundesliga. Also war auch klar, dass wir hohe Erwartungen haben.

Für Runde 1 hatten wir folgende Mannschaft am Start. Dominic Wisnet, Didi Hiermann, Alois Hellmayr, Christoph Maier, Joachim Standhartinger und Michel Tischler. Eine sehr starke Mannschaft. Die ehrgeizigen jungen Spieler werden zwar noch von ein paar erfahrenen alten Hasen unterstützt, aber die Richtung stimmt schon mal.

Nicht zuletzt, dank der alten Hasen, konnten wir den Wettkampf gewinnen. Allerdings nicht in der Höhe, welche wir uns gewünscht haben. Wünsche unterscheiden sich leider oft von der Wirklichkeit und Steyregg hatte schlussendlich auch eine sehr gute Mannschaft am Start.

In der ersten entschiedenen Partie wurde unsere Neuzugang Joachim von Steyreggs Shootingstar Edi Raber recht unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt und in der zweiten Partie musste Dominic gegen Steyreggs Frontmann Gordon Meyer die Segel streichen. In beiden Begegnungen hatten wir Schwarz und weder gegen Edi noch gegen Gordon ist die Niederlage ein Beinbruch, die beiden sind richtig starke Gegner. Da kann man nicht immer gewinnen.

Aber ein Rückstand von 0:2 war halt so gar nicht unser Plan. Also war es an der Zeit, dass die alten Hasen das wieder richten und das taten wir auch. Ich (Didi) konnte meine Partie durch die  Zeitüberschreitung von Hans-Martin Leichtfried gewinnen. Mit Weiß und deutlich mehr Elo hätte es ein leichter Sieg sein sollen, doch in Wirklichkeit war es eine sehr komplizierte und durchaus spannende Partie mit beiderseitigen Chancen.

Alois hatte Schwarz gegen Altmeister Herbert Holzmann. Aus der Eröffnung war da nichts raus zu holen und auch das Mittelspiel und selbst das Endspiel waren komplett ausgeglichen. Aber Alois spielte immer weiter, sammelte mit sehr feinem Spiel kleine Vorteile und hatte am Ende sogar noch die Möglichkeit zu zeigen, wie man mit Spinger und Läufer Matt setzt. Für Alois eine leichte Übung und für uns der zweite volle Punkt.

Christoph hatte ebenso wie Michel Weiß und deutlich mehr Elo aber die Gegner waren nicht bereit deswegen die Punkte an uns auszuhändigen. Und so war lange nicht klar, ob wir überhaupt noch eine Partie gewinnen werden. 

Zum Glück war Thomas Wadsack in seiner Partie gegen Christoph etwas zu optimistisch. Statt der sicheren Remis-Fortsetzung wählte er eine taktisch komplizierte Variante, die wohl auch Remis sein sollte, aber zusätzlich die Chance bot auf Gewinn zu spielen. Hätte er Christoph schon vorher gekannt, hätte er wohl gewusst, dass es keine gute Idee ist gegen ihn taktisch komplizierte Varianten zu spielen. Aber gut für uns, so konnte Christoph uns mit 3:2 erstmals in Führung bringen.

In der letzten noch laufenden Partie versucht Michel alles ihm Mögliche um Josef Wegerer in die Knie zu zwingen, doch leider wollte ihm das heute einfach nicht gelingen und so musste Michel sich mit einem Remis zufrieden geben. Aber ihm bleibt die Genugtuung, dass er in seiner Marathon-Zeitnot-Schlacht den verbliebenen Zusehern viel Gesprächsstoff geliefert hat. Von "das sollte gewinnen" über "das ist Remis" bis hin zu "vielleicht hat es es schon überzogen" wurde so ziemlich jeder Ausgang der Partie prognostiziert. Und das häufige Ziehen mit nur mehr 2 Sekunden auf der Uhr war nicht nur für ihn stressig.

Am Ende des Tages haben wir gewonnen. 3,5 zu 2,5 für Taufkirchen. Gut, aber ausbaufähig.