Die 5. Runde der Landesliga West führte uns weit ins ferne Land zu Schach am Attersee 1.
Aufgrund einer kurzfristigen Krankheit von Eder Simon traten wir dort nur zu fünft an.
Auf Brett 1 hat unser Mannschaftsführer Simon Reitinger ein schweres Los mit einem
Gegner mit 2100 Elo bekommen. Mit den schwarzen Steinen stand Simon schon aus der
Eröffnung ziemlich schlecht da und auf der Uhr war auch nicht mehr viel Zeit übrig. Ein
Königsangriff des Gegners aus dem geschlossenen Sizilianer garantierte den vollen Punkt
für den Gastgeber.
Ich (Luca Huber) stand aus der Eröffnung in Holländisch sehr komfortabel. Ein kurzfristiges
d5-Bauernopfer sorgte dafür, dass ich einen starken Springer auf f5 platzieren konnte. Mit
einer forcierten Variante gewann ich dann schließlich einen ersten und dann auch einen
zweiten Mehrbauern. Da meine Schwerfiguren etwas passiver standen, erwarteten ich noch
einen längeren Verwertungsprozess. Dankenswerterweise stellte meinen Gegner dann
einen Springer ein, womit der Sieg nun eingetütet war.
Am dritten Brett spielte Wilfried Kuran natürlich skandinavisch mit den schwarzen Steinen.
Überraschenderweise lehnte der etwa 200 Elo-stärkere Gegner es ab, den d5-Bauern im
zweiten Zug zu schlagen. Es folgte ein sehr kompliziertes Mittelspiel in einer geschlossenen
Stellung, wo Beni schließlich die etwas schlechtere Bauernstruktur und einen schlechteren
Läufer am Brett hatte. Die längste Partie des Abends endete leider mit einem Punkt für die
Atterseer.
Herbert Hölzl konnte auf Brett 4 mit weiß seine ganze Routine zeigen. Ein cleverer taktischer
Trick mündete in einen Mehrbauern. Nach und nach setzte Herbert seine Zentrumsbauern in
Bewegung und überrollte damit in einem Doppelturmendspiel seinen ELO-technisch deutlich
unterlegenerem Gegner, womit wir den nächsten vollen Punkt holten.
Auf Brett 5 hatte es William Freilinger in der auf dem Papier wohl ausgeglichensten Partie es
mit einem leicht stärkeren Gegner zu tun. In einem etwas ungewöhnlichen Sizilianer mit
2.Lc4 konnte William schnell einen Angriff auf der Königsseite entwickeln und schließlich
souverän die Partie verwerten.
Somit endete der Wettkampf mit einem 3:3. Aufgrund der Umstände ein gutes Ergebnis,
womit wir auch als Tabellenführer in die Winterpause gehen! Spät angekommen in Waging
wurden die Partien noch eifrig mit anderen Mitgliedern analysiert. Auch noch ein großes
Danke an William für den Autotransport!