Landesliga-Jahresstart gegen Vöcklabruck
Trotz des starken Schneefalls trat Taufkirchens erste Mannschaft am Samstag, 11.01.2026, zum Auswärtsspiel bei Vöcklabruck an. Mit dabei war auch endlich wieder Philipp, der nach seinem Examen im Dezember nun endlich wieder Zeit für Schach hat. Leider abwesend war dafür Michel, bei dem nun selber die Klausuren losgehen und der uns die Vorgabe mit auf den Weg gab, "mindestens 6-0" gegen den keineswegs schlecht aufgestellten Tabellenvorletzten aus Vöcklabruck zu gewinnen.
Das konnte uns aber leider nicht gelingen: Philipp kam nach seiner langen Pause an Brett 2 gegen Mannschaftsführer Wolfgang Bernhard (2126 FIDE) nicht über ein Remis hinaus, nachdem sich Schwarz in ein 4v3 Damenendspiel retten konnte. Die vielen vielversprechenden Möglichkeiten, den schwarzen König noch vorher anzugreifen, wurden leider erst in der nachträglichen Analyse in Waging erforscht.
Auch den anderen Brettern ging es überwiegend friedlich zu: Liam an Brett 6 machte lange Druck gegen einen Gleichaltrigen mit dem coolen Namen "Kiss Andor", konnte die Isolani-Stellung seines Gegner aber letztendlich nicht knacken. Auch sein Vater Thorsten an Brett 4 remisierte nach einem überwiegend ausgeglichenen Endspiel gegen Routiner Karl Gneiss (2025 FIDE). Noch unglücklicher lief es für Joachim an Brett 5, der in eine Eröffnung geriet, die er eigentlich so nicht spielen wollte, und schnell einige Bauern und die Partie verlor.
Für eine ganzen Punkt, aber nicht wesentlich mehr Action sorgte Mannschaftsführer Didi an Brett 1: Dieser hatte mit Schwarz eine weitere Diskussion in der Wiener Eröffnung gegen einen seiner Lieblingsgegner, Klaus Hofmair (2156 FIDE). Nach einer eher ruhigen Partie kam er in ein Endspiel mit Qualität mehr, in welcher der Gegner viel Zeit verbrauchte und schlussendlich auf Zeit verlor.
Für die Action sorgte dafür Alex Stadler, der mit Schwarz an Brett 3 wie Philipp sein Saison-Debüt gab. Direkt aus der Eröffnung gab Weiß ohne Not seinen guten Läufer für einen Springer auf, was einen Vorteil für Schwarz mit einem gefährlichem Angriff auf der h-linie zur Folge hatte. Der richtige Moment wurde allerdings etwas verpasst und letztendlich in ein zähes Turm- und-Läuferendspiel abgewickelt, welches Weiß lange auf Sieg spielte (und definitiv hätte gewinnen müssen), aber schlussendlich in eine dreimalige Stellungswiederholung geriet. Ein Unentschieden, welches in beide Richtungen hätte gehen können.
Im Ergebnis steht daher ein faires 3-3 Mannschafts-Unentschieden gegen Vöcklabruck, die die Punkte definitiv gut gebrauchen können. Am nächsten Spieltag in zwei Wochen gegen Hartkirchen wird es aber definitiv wieder Zeit für einen Mannschaftssieg.