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Die hinteren Bretter regeln
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Die hinteren Bretter regeln

Spannendes Landesliga Gipfeltreffen gegen Hörsching

Kampf um die Ehre! Am Samstag, 21.03.2026, hatte Taufkirchen I den bereits sicheren Meister Hörsching zu Gast, welcher diese Saison sämtliche Gegner schlagen konnte, meistens auch sehr hoch. Parallel bemühte sich übrigens Taufkirchen IV erfolgreich, eine weitere Episode des "Schweren Diebstahls gegen Hinzenbach" (vgl. § 243 StGB) nachzuspielen. Trotz des sicheren Aufstiegs trat Hörsching gegen uns mit einer sehr starken Mannschaft an - ein Zeichen von Respekt? - und waren an sämtlichen Brettern elo-überlegen. Eine gute Gelegenheit für uns, nachzuweisen, dass unsere Aufstiegsambitionen ab nächster Saison ernst zu nehmen sind; und trotz der starken Gegner schlugen wir uns insgesamt ganz passabel, vor allem an den hinteren Brettern.

Vorne sah es allerdings bereits früh nicht gut aus: Christoph an Brett 3 griff direkt aus der Eröffnung den im Zentrum chillenden König seines Gegners IM Florian Schwabeneder (2443 FIDE) an, was allerdings viel Zeit kostete. Sein Gegner verteidige sich mit bemerkenswerter Gelassenheit und konnte in unter 20 Zügen mit einer Figur mehr einen starken Defensiv-Sieg einfahren.

Ebenso am Kämpfen waren die Spitzenbretter: Didi musste mit Schwarz in einer Isolani-Stellung gegen IM Georg Halvax (2426 FIDE) leiden, welcher eine extrem beeindruckende geduldige Partie ablieferte und langsam die schwarze Königsseite außeinandernahm. Sehr ähnlich lief Alois' Partie an Brett 1 gegen FM Sebastian Bauer (2359 FIDE), welcher ebenfalls die zu weit aufgerückten Bauern auf der Königsseite gewinnen konnte. Damit war schnell klar, in welche Richtung der Mannschaftskampf gehen würde, aber die vorderen drei Brettern waren bei Hörsching einfach viel zu stark besetzt.

Dadurch konnten jedoch die hinteren Bretter zeigen, was sie können: Ein frisch rasierter Michel verwechselte früh seine Zug-Reihenfolge an Brett 6 gegen Dino Hajdarevic (2187 FIDE) und hatte bereits auf Zug 11 nur noch 30 Minuten, war jedoch nie wirklich in Bedrängnis und konnte die Stellung relativ souverän ins Remos neutralisieren.

Verpasste Chancen gab es jedoch an den anderen Brettern: Josef Lang an Brett 5 drückte ein etwas besseres Spanisch-Endspiel gegen Fridolin Buchegger (2134 FIDE) und übersah durch etwas zu schnelles Spielen einen fürchterlichen taktischen Einsteller von Schwarz, sodass auch diese Partie in einem Remis mündete.

Die mit Abstand längste Partie hatte ausnahmsweise mal nicht Michel, sondern Philipp, welcher mit Schwarz an Brett 4 gegen seinen kurz vor dem FM-Titel stehenden Gegner Hannes Windhager (2282 FIDE) eine Traumstellung mit guten d4-Springer gegen schlechten weißen Läufer bekam. Unter den Augen der vielen Zuschauer wurde zunächst auf Zug 39 ein klarer taktischer Sieg übersehen und anschließend nach fast 5,5 Stunden fast noch ein besseres Endspiel verloren; am Ende konnte sich jedoch in Springer gegen Turm gerettet werden.

Damit steht insgesamt eine relativ hohe 1,5 - 4,5 Niederlage gegen die Übermannschaft aus Hörsching, welche eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, dass sie den Aufstieg in die zweite Bundesliga Mitte redlich verdient hat. Trotzdem kein schlechter Auftritt, der Hoffnung macht, nächste Saison vielleicht wirklich echte Aufstiegsambitionen anmelden zu können. Einen Spieltag gibt es noch, am 11.04. gegen St. Valentin II in der Schlussrunde, welche - natürlich - in Hörsching stattfinden wird.

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