Unser Ziel ist natürlich, am Ende möglichst weit vorne in der Tabelle zu landen. Leider gestaltet sich die Mannschaftsaufstellung auch in diesem Jahr wieder etwas kompliziert. Für die erste Runde haben sich folgende Spieler in der Startmannschaft zusammengefunden:
- Josef Maier
- Emanuel Malzer
- Helmut Ellerböck
- Christian Hager
- Jonas Malzer
- Herbert Hölzl
Auf geht’s nach Munderfing!
Jonas steht pünktlich auf, Emanuel treibt die Mannschaft an und so kommen schließlich alle pünktlich und gut gelaunt in Munderfing an. Nachdem wir uns vor Ort zurechtgefunden und den Spielsaal gefunden haben, geht es auch schon zügig in die erste Runde. Mit Munderfing wartet gleich eine starke Mannschaft auf uns.
Wie befürchtet, sitzen auf den vorderen Brettern Gegner mit einer Spielstärke von über 2000 Elo. Damit haben wir gerechnet und versuchen, so gut wie möglich mitzuhalten.
Spannende Partien und hart erkämpfte Punkte
Brett 4: Christian hält dagegen.
Christian bekommt es mit Friedl (1717) zu tun. Die beiden liefern sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keiner entscheidend durchsetzen kann. Relativ rasch einigt man sich auf Remis. Der erste halbe Punkt ist im Trockenen!
Brett 3: Angriff abgewehrt – halber Punkt gesichert.
Ich selbst bekomme mit Grausgruber (1822) einen ausgesprochen aggressiven Gegner vorgesetzt. Angriff ist offenbar seine Lieblingsbeschäftigung! Doch ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, blocke seine Vorstöße und tausche schließlich die gefährlichen Angriffsfiguren ab. Am Ende habe ich sogar eine etwas bessere Stellung, doch auch hier werden die Punkte geteilt. Wieder ein halber Punkt für uns!
Brett 6: Da war eigentlich mehr geplant!
Bei Herbert läuft es leider nicht ganz nach Wunsch. Obwohl ein Punktgewinn eigentlich schon eingeplant war, unterläuft ihm ein Missgeschick. Statt des erhofften vollen Punktes bleibt am Ende nur ein Remis. Das sorgt verständlicherweise für etwas Ärger. Aber auch das gehört zum Schach: Manchmal genügt ein kleiner Fehler, und schon ist der schöne Plan dahin.
Brett 5: Jonas spielt mit Köpfchen.
Jonas trifft auf Mühlbacher (1683) und zeigt eine sehr saubere, überlegte Partie. Er steht gut, denkt lange nach und wägt seine Möglichkeiten sorgfältig ab. Doch ein Weiterspielen wäre durchaus riskant gewesen. Also entscheidet er sich vernünftigerweise dafür, das Remis mitzunehmen.
Gut gemacht, Jonas! Lieber einen sicheren halben Punkt als am Ende mit leeren Händen dastehen.
Damit haben wir bereits einige Unentschieden gesammelt. Doch die entscheiden
den Bretter sind noch nicht fertig, und dort wird es jetzt richtig spannend!
Die Zeit wird knapp
Nun nähern wir uns bereits dem 40. Zug, und die Zeit wird langsam knapp. Emanuel glaubt zunächst, dass mit dem Fallen der Klappe die Partie beendet ist. Doch die Regeln sehen eine Zeitgutschrift vor – und so muss er tapfer weiterkämpfen.
Josef muss inzwischen einsehen, dass sein Gegner Werndl (2042) das Mittelspiel beherrscht. Dieser startet einen Königsangriff und bringt zusätzlich einen Turm auf die dritte Linie. Da ist leider nicht mehr viel zu holen, und Josef muss sich geschlagen geben.
Unsere Aufmerksamkeit richtet sich nun ganz auf Brett zwei. Ich denke die ganze Zeit: Wenn Emanuel seinen Springer doch noch etwas besser ins Spiel bringen könnte, wäre vielleicht noch etwas möglich!
Doch Hopfgartner (2053) spielt in schwieriger Stellung zwar sehr langsam, kämpft sich aber mit konsequenten, gut überlegten Zügen Schritt für Schritt voran. Schließlich muss sich Emanuel knapp geschlagen geben.
Das war eine spannende und keineswegs einfache Partie, die Emanuel hervorragend gespielt hat. Auch wenn es am Ende nicht ganz gereicht hat, kann er mit seiner Leistung wirklich zufrieden sein!
Fazit: Wir waren näher dran, als es das Ergebnis vermuten lässt!
Bei der anschließenden Nachbesprechung müssen wir uns eingestehen, dass wir insgesamt sehr gut mitgehalten haben. Wir konnten unseren Gegnern durchaus Paroli bieten, doch am Ende war die Mannschaft aus Munderfing an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß für uns.
Leider ist uns der Start in die Meisterschaft damit nicht ganz nach Wunsch gelungen. Aber wir lassen die Köpfe nicht hängen!
In der zweiten Runde warten mit den starken Gmundnern bereits die nächsten Herausforderungen auf uns. Wir hoffen, dass uns diesmal das nötige Quäntchen Glück zur Seite steht und wir die ersten Punkte einfahren können.
Auf geht’s – die Saison ist noch lang!
| Munderfing 1 | 4.0 - 2.0 | Taufkirchen/Pram 4 | ||
|---|---|---|---|---|
| Werndl Erich | 2042 | 1 : 0 | Maier Josef | 1844 |
| Hopfgartner Heinz | 2053 | 1 : 0 | Malzer Emanuel | 1751 |
| Grausgruber Rene | 1822 | ½ : ½ | Ellerboeck Helmut | 1790 |
| Friedl Gerhard | 1717 | ½ : ½ | Hager Christian | 1729 |
| Muehlacher Hannes | 1683 | ½ : ½ | Malzer Jonas | 1545 |
| Priewasser Reinhard | 1679 | ½ : ½ | Hoelzl Herbert | 1725 |
| 1833 | 1731 |

