• Startseite 100  ohne Logo
Langsamer Start für Taufkirchen 3
Featured

Langsamer Start für Taufkirchen 3

Trotz kleinen Terminplanungsfehlern (ein Teammitglied dachte, das Spiel finge um 15 Uhr an, das ist mir bei einer anderen Sonntagsrunde auch schon passiert!) kamen wir schlussendlich halbwegs rechtzeitig bei unseren Gastgebern vollzählig an, einen Dank an unsere zwei Ersatzspielern!

Hier ging es auch schnell richtig zur Sache: Ich (William) hatte bereits im elften Zug nach weniger als 30 Minuten mit Weiß eine Figur weniger, ohne recht viel Kompensation. Ich entschied mich trotzdem dagegen, meinem Gegner Gernot Gruber den Punkt sofort zu geben, und meine Partie ging dann doch noch eine Weile, deswegen später mehr dazu.

Helmut Ellerböck, welcher dankenswerterweise noch bei letzter Gelegenheit einsprang, damit wir nicht zu fünft anreisen mussten, ging es auf Brett 6 gegen Jonah Manglkrammer ebenfalls schlecht. Mit Weiß in einem Sizilianischen Drachen gingen Linien und Diagonalen Richtung Heli's lang-rochierten König auf, und ein Angebot zum Damentausch endete im Desaster: Dame und Läufer zielten direkt auf den weißen König, nur die eigene weiße Dame auf der vierten Reihe stand im Pfad des Läufers, und musste sich deswegen gleichzeitig bewegen und den König verteidigen, was jedoch nicht möglich war. Deswegen ging der erste Punkt der Runde an die Vöcklabrucker.

Simon Eder hatte auf Brett zwei gegen Gerhard Kasper weniger Schwierigkeiten. Auch diese Partie endete schnell, die beiden einigten sich auf ein Remis und Simon holte so den ersten halben Punkt.

Das Glück war in dieser Runde nicht mit unseren Ersatz-Verstärkungen: Auf Brett fünf hatte Benedikt Kuran auch bald Schwierigkeiten, weil seine Dame zu bald entwickelt wurde. Das bot seinem Gegner, Lorant Tordai, die Möglichkeit, die Dame mit Entwicklungszügen anzugreifen. Eher früher als später gingen der Dame die Felder aus und sie musste sich für zwei Leichtfiguren opfern. Zu diesem Zeitpunkt war Beni's Stellung aber sowieso schon bedenklich, und die materielle Überlegenheit seines Gegners beendete das Spiel schnell. Zwischenstand: 2,5 zu 0,5 für die Heimmannschaft.

Nun zurück zu meiner Partie auf Brett vier: Mein Gegner spielte nach dem Figurengewinn etwas ungenau, und so gelang es mir die Figur mit einer Doppeldrohung gegen Dame und Läufer zurückzugewinnen - dachte ich. Jedoch entschied sich mein Gegner dafür, die Dame für einen Turn und einen Bauern herzugeben, was objektiv vermutlich richtig war. So war der Wert der verbleibenden Spielsteine punktemäßig ausgeglichen, die Stellung war es jedoch nicht: Bei mir war nur die Dame und der Läufer entwickelt, Springer und Turm auf der Königsseite inspizierten für 30+ Züge ihre Startpositionen, während mein König von seinem Startfeld e1 aufgrund von vielen Schachs nach h4 marschierte. Nebenbei entwickelten sich auch die verbleibenden schwarzen Figuren, sodass auf dem Weg nach h4 der Todesstoß mindestens einmal möglich gewesen wäre. Dieser wurde aber nicht gespielt und am Rand war mein König fürs erste sicher. Es gab jedoch noch weitere Probleme: Mit dem König in temporärer Sicherheit hatte ich trotzdem noch große Schwierigkeiten, Springer und Turm ins Spiel zu bringen. Der einzigen wirklich aktiven Dame bot sich auch kaum Möglichkeit für Gegenspiel. Schließlich gelang es mir jedoch, den Läufer abzutauschen und mit einen Qualitätsopfer den Springer ins Spiel zu bringen. Hier drehte sich das Spiel: Obwohl der schwarze König von eigenen Bauern und Figuren umgeben war, schafften es Springer und Dame von weit weg, den König zu bedrängen und durch eine weitere Doppeldrohung einen schwarzen Turn einzusammeln. Mein Gegner hatte auf der Suche nach einem Matt zu viel Zeit verbraucht, und so fiel ihm die Klappe, bevor ich den Turn nehmen konnte.

Auf Brett eins hatte Sinon Reitinger, entgegen seinem Ruf, einen großen Eröffnungsvorteil gegen Franz Mitzka erspielt, welcher in einen Qualitätsgewinn mündete. Kurz darauf wurden die Damen getauscht, und es resultierte ein 2 Türme gegen Läufer und Turn Endspiel. Nach den Damentausch spielte Simon jedoch etwas unpräzise, und so gelang es seinem Gegner, einen weit vorgerückten Freibauern zu erhalten, welcher von beiden Figuren unterstützt wurde. Auf der Königsseite, wo Simon eine Bauernmajorität hatte, war derweil nicht viel los, und da Simon wie üblich in Zeitnot war, war die Partie noch sehr spannend. Schließlich gelang es ihm jedoch, die Qualität zurückzuopfern und dabei auch den Freibauern mitzunehmen. Der weiße König stand nun vor einer fatalen Wahl: Entweder ein direkter weiterer Bauernverlust oder durch den Turm von der Königsseite abgeschnitten werden. Beides wäre ein einfacher Sieg, somit gab Simons Gegner daraufhin schnell auf.

Die längste Partie der Begegnung wurde von Luca Huber gegen Heinz Stunner auf Brett drei gespielt. Luca's Eröffnung sah für meine ungeschulten Augen noch ganz ordentlich aus, jedoch gelang es seinem Gegner im Mittelspiel eine Qualität zu gewinnen, und danach einen rückständigen Bauern von Luca zu fixieren und beide Türme dagegen in Stellung zu bringen. Schritt für Schritt wurde die Stellung verbessert, bis schließlich ein Bauerndurchbruch möglich war. Kurz darauf ging Luca's Dane und damit auch die Partie verloren.

Somit mussten wir uns leider auch als Mannschaft geschlagen geben, mit dem Endstand 3,5 2,5 für Vöcklabruck 2. Wir werden uns davon jedoch nicht unterkriegen lassen, und hoffentlich am 31. Oktober beim Heimspiel gegen Spielgemeinschaft Steyr 1 wieder zuschlagen. Ein Dank an dieser Stelle an unsere Ersatzspieler, hoffentlich schaffen wir es jedoch nächste Runde wieder mit mehr Stammspielern anzutreten.